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Tollwut

Die älteste bekannte Infektionskrankheit, die schon 1700 vor Christus bekannt war, ist keine Katzen spezifische Krankheit. Mit Tollwut können sich alle anderen Säugetiere und auch Menschen infizieren, aber Katzen sind sehr empfänglich für Tollwut. Hauptüberträger ist immer der Fuchs, deshalb sind Katzen, die viel im Freien sind, besonders gefährdet.

Die Übertragung des Virus erfolgt entweder durch einen Biss oder durch einen direkten Kontakt mit infizierten Wunden, wobei diese Wunden tief sein müssen. Schrammen und Kratzer stellen keine Gefährdung dar. Der Erreger greift das zentrale Nervensystem an und wandert über die Nervenbahnen ins Gehirn, um sich dort zu vermehren. Tollwut verläuft in drei Stadien.

Im ersten Stadium verändert sich fast unmerklich das Wesen der Katze. Aus einem scheuen Tier wird eine anhängliche Katze und die vormals anhängliche Katze wird sehr scheu. Im zweiten Stadium kommt es zu plötzlichen Erregungszuständen bis hin zur totalen Raserei und Aggressionen. Im dritten Stadium schließlich tritt eine Lähmung der hinteren Gliedmaßen ein, die sich rasch auf den ganzen Körper der Katze ausbreitet. Der Tod tritt innerhalb weniger Stunden ein.

Tollwut kann nicht behandelt werden und ist eine meldepflichtige Krankheit. Ein Tier bei dem Tollwut festgestellt wird, muss unverzüglich eingeschläfert werden. Freigänger sollten unbedingt regelmäßig geimpft werden. Tollwut ist auch für Menschen tödlich. Wer von einem tollwütigen Tier gebissen wurde muss umgehend zum Arzt, der mit einer Notimpfung noch helfen kann.